Wort zum Sonntag: Nicht alles hängt von mir ab
Wort zum Sonntag: Nicht alles hängt von mir ab

Ich wohne ja in Pasewalk und vor einer Woche war meine Stadt im Ausnahmezustand. 775 Jahre Pasewalk wurden ein ganzes Wochenende lang gefeiert. Inzwischen sind die Bühnen abgebaut, die Instrumente eingepackt und der Alltag hat uns wieder. Und mit dem Alltag kommen meistens auch die Sorgen zurück. Was muss morgen erledigt werden? Reicht das Geld? Was wird aus den Kindern? Bleibe ich gesund? Wie geht es weiter mit unserer Stadt, unserem Land, unserer Welt?

Blick auf die Bergpredigt

Ausgerechnet an diesem Sonntag wird in den Kirchen der Abschnitt aus der Bergpredigt verlesen, wo Jesus sagt: „Sorgt euch nicht um euer Leben“ (Matthäus 6,25). Jesus weiß natürlich, dass Menschen Sorgen haben. Aber dann sagt er etwas Merkwürdiges: Schaut euch einmal die Vögel an. Und schaut auf die Blumen, die auf dem Feld wachsen.

Vögel und Blumen können ihr Leben nicht absichern. Und doch, sagt Jesus, sorgt Gott für sie. Und wie viel mehr wird Gott für euch sorgen? Das heißt nicht, dass wir die Hände in den Schoß legen sollen. Wir dürfen planen und arbeiten, vorsorgen und Verantwortung übernehmen. Aber wir müssen nicht glauben, dass alles von uns abhängt.

Vertrauen im Alltag

Unser Leben ist uns von Gott anvertraut. Wir dürfen es gestalten und uns darum kümmern. Aber wir müssen es nicht vollständig in der Hand haben. Und bei allem Sorgen und Planen können wir darauf vertrauen, was Jesus sagt: „Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft.“

Ich bin verantwortlich für vieles. Aber ich bin nicht verantwortlich für alles.