Um 9 Uhr startet heute der letzte Tag der Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung (MeLa) in Mühlengeez im Landkreis Rostock. Bis 18 Uhr präsentieren sich auf der landesweit wichtigsten Messe der Branche Aussteller aus den Bereichen Landwirtschaft, Forst, Gartenbau und Ernährungswirtschaft. Nahezu 900 Aussteller aus elf Ländern sind am Sonntag vertreten.
Familien und Publikumsmagnete
Traditionell zieht die Messe am Wochenende vor allem Familien an. Bereits am Sonnabend waren viele Eltern mit ihren Kindern sowie Großeltern mit ihren Enkelkindern auf dem Gelände unterwegs. Zu den Publikumsmagneten zählen die riesigen neuen Landmaschinen, die Tierhallen und das Reitturnier im großen Vorführring, das auch am Sonntag den ganzen Tag über stattfindet.
Rund 160 Tierrassen werden heute erneut von 9 bis 18 Uhr gezeigt – von Schafen und Tauben über Kaninchen und Pferde bis zu Schweinen und Rindern. „Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, um sich über Nutztiere aufklären zu lassen. Und deshalb halten wir auch daran fest – natürlich unter dem Tierschutz“, berichtet Christin Mondesi, Geschäftsführerin der MAZ GmbH, die die Messe veranstaltet.
35 Jahre MeLa und Premiere aus Luxemburg
Die MeLa ist der wichtigste Treffpunkt der Branche im Nordosten. Von Donnerstag bis Sonntag dreht sich auf dem Messegelände bei Güstrow alles um Landwirtschaft, Ernährung und den ländlichen Raum. Neben moderner Landtechnik und Tierzucht stehen auch digitale Lösungen, Nachwuchsgewinnung und aktuelle politische Debatten im Mittelpunkt.
Die erste MeLa fand im September 1991 statt. Damals präsentierten sich 181 Unternehmen, am Ende wurden knapp 15.000 Besucherinnen und Besucher gezählt. In diesem Jahr ist erstmals ein Unternehmen aus Luxemburg vertreten, das Futtermittel für Pferde aus Luzerne vorstellt. Auch zahlreiche regionale Unternehmen aus der Ernährungswirtschaft zeigen ihre Produkte, etwa Käse, Wildspezialitäten und Honig.
Ausbau des Messegeländes geplant
Das Landwirtschaftsministerium will das Messegelände in Mühlengeez ausbauen. Ziel ist dabei auch der Bevölkerungsschutz. Die Veranstalter zeigten sich mit der diesjährigen Ausgabe zufrieden: Rund 67.000 Besucher kamen zu der Agrarmesse.