Erster Güstrower Kunstverein zeigt Rudolf Austen in erster Ausstellung
Erster Güstrower Kunstverein zeigt Rudolf Austen

Der frisch gegründete 1. Güstrower Kunstverein präsentiert seine erste Ausstellung. Mit einem signalroten Verkaufspunkt als neuem Logo wirbt der Verein für eine Schau mit Malerei und Grafik von Rudolf Austen. Die Vernissage findet am Freitag, 25. September, um 18 Uhr in der Güstrower Galerie Kunst am Dom statt. Im Anschluss wird gefeiert.

Ein bedeutender Maler Mecklenburgs

Rudolf Austen zählt zu den profiliertesten Malern Mecklenburgs und des Ostseeraumes. Seine Werke sind bei Sammlern bis heute hochgeschätzt, wie Gastgeber und Galerist Andreas Wittenburg betont. „Seine Arbeiten befinden sich vielfach in privaten und öffentlichen Sammlungen und sind entsprechend sehr selten in konzentrierter Auswahl zu sehen, zuletzt im Jahr 2006.“ Die Galerie Kunst am Dom widmet ihm nun eine Personalausstellung unter dem Titel „Zwischen Land und Licht“.

Austens Werk steht für eine Malerei, die sich der sichtbaren Welt verpflichtet, ohne in bloßer Wiedergabe aufzugehen. Küste, Meer und Landschaft bilden einen wesentlichen Teil seines Schaffens. Er übersetzte das Gesehene in Farbe, Fläche und Licht, ließ konkrete Formen ins Diffuse übergehen und entwickelte eine unverwechselbare Bildstruktur. Gegenständlichkeit und Abstraktion erscheinen dabei nicht als Gegensätze, sondern als unterschiedliche Möglichkeiten, Wirklichkeit sichtbar zu machen.

Biografie und künstlerischer Werdegang

Rudolf Austen wurde 1931 geboren und starb 2003. Er stammte aus dem heutigen Tschechien und kam 1945 auf der Flucht nach Köthen. An der Fachschule für angewandte Kunst in Wismar lernte er bei Heinz Dubois und Werner Laux den Beruf des Dekorationsmalers. Anschließend studierte er in Berlin-Weißensee bei namhaften Künstlern wie Arno Mohr, Gabriele Mucchi, Bert Heller und Oskar Nehrlinger. Er lebte und arbeitete in Rostock und Heiligendamm.

Wiederentdeckung aus zeitlicher Distanz

Mehr als zwei Jahrzehnte nach Austens Tod ist das Interesse an seiner Malerei ungebrochen. Seine Arbeiten werden weiterhin gesammelt und gehandelt. „Die Ausstellung in der Galerie Kunst am Dom versteht sich nicht allein als Erinnerung an Rudolf Austen. Sie ist eine Einladung, sein Werk aus der zeitlichen Distanz neu zu betrachten und einen Maler wiederzuentdecken, dessen Bilder ihre Präsenz bis heute bewahrt haben“, so Andreas Wittenburg.

Die Ausstellung ist bis zum 20. November jeweils mittwochs bis samstags von 11 bis 17 Uhr zu sehen.