Kindheitserinnerungen: Ilka-Softeis weckt Gedanken an Vater
Ilka-Softeis weckt Erinnerungen an den Vater

Der Geschmack von Ilka-Softeis in Vanille und Schoko bringt die Autorin Stefanie Milius zurück in ihre Kindheit. Der DDR-Klassiker, den sie bis heute gern isst, weckt Erinnerungen an stille Samstagmorgen mit ihrem Vater.

Samstagritual mit Schwimmen und Eis

Als sie fünf Jahre alt war, gingen ihr Vater und sie oft samstags schwimmen. Nach dem Schwimmbad gehörte das Eis einfach dazu. Sie setzten sich auf eine Bank vor dem Eiscafé, jeder mit seinem Becher in der Hand.

Viel geredet haben die beiden nicht. Worüber sie sich damals ausgetauscht haben, weiß Milius heute nicht mehr. Wahrscheinlich über nichts, was sich zu erinnern lohnt. Doch genau diese Szene ist geblieben: der Vater neben ihr, das Eis in der Hand, ein gemeinsamer Vormittag.

Kleine Momente, die bleiben

Als Kind habe man sich keine Gedanken darüber gemacht, wie kostbar solche Momente sind. Man erlebt sie einfach. Dass jemand da ist, der einen zum Schwimmen bringt, danach mit einem Eis auf einer Bank sitzt und die Zeit teilt, erscheint selbstverständlich.

Ihr Vater sei viel zu früh gestorben. Vielleicht sind es deshalb gerade diese kleinen Erinnerungen, die geblieben sind – kein großes Ereignis, kein besonderer Satz, nur ein Samstagmorgen, eine Bank und Softeis.

Noch heute denkt Milius manchmal an ihren Vater, wenn sie Ilka-Eis in Vanille und Schoko isst. Für einen kurzen Moment ist dann wieder alles da. Und vielleicht ist das die schönste Eigenschaft von Erinnerungen: Sie brauchen manchmal nicht mehr als einen Geschmack, um zurückzukommen.