Drei Projekte aus Rostock sind mit dem Engagementpreis 2026 ausgezeichnet worden. Sie machen den Warnemünder Strand barrierefreier, bringen Veranstaltungen in ihren Stadtteil und schaffen ein Festival für alle. Der Preis ist mit insgesamt 3000 Euro dotiert.
Erster Preis für barrierefreien Strandzugang
Den ersten Preis und 1500 Euro erhielt die Nurse Club Stiftung für ihr Projekt „Ein Strand für alle – Barrierefreiheit sichtbar machen“. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Teilhabe zu ermöglichen und bestehende Angebote bekannter zu machen. In Warnemünde stehen dafür drei barrierefreie Strandkörbe, Strandrollstühle und Strandrollatoren bereit. Sie ermöglichen Menschen, die auf den Rollstuhl angewiesen sind, einen Strandbesuch. Informationen und weitere Hilfsmittel ergänzen das Angebot.
Sonntagscafé und Festival für alle
Der zweite Preis und 1000 Euro gingen an den Verein Alte Schmiede Toitenwinkel für das Projekt „Schmiede-Engel“. Das ehrenamtliche Team organisiert regelmäßige Reihen und Einzelveranstaltungen für den Stadtteil. Zum festen Programm gehört ein monatliches Sonntagscafé. Freiwillige bereiten die Räume vor, gestalten die Bewirtung mit einem Kuchenbasar und bieten künstlerische Beiträge von Musik über Lesungen bis Kabarett. Das Café dient als kultureller Treffpunkt und Ort der Begegnung.
Der Verein Buntes Meer um Initiator David Juhnke erhielt den dritten Preis und 500 Euro für das Buntes Meer Festival in Warnemünde. Das dreitägige Festival, das 2024 erstmals veranstaltet wurde, verbindet Kunst, Kultur, Musik, Sport, Inklusion und Nachhaltigkeit. Es schafft einen offenen Begegnungsraum und bietet Künstlern und Vereinen eine Plattform, ihre Arbeit einem breiten Publikum vorzustellen.
Würdigung und Auswahlverfahren
„Ehrenamt lebt von Menschen, die nicht lange fragen, wer eigentlich zuständig ist, sondern Ideen entwickeln, anpacken und andere mitnehmen“, sagte Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger (Linke) bei der Auszeichnung. Diese drei Projekte würden auf ganz unterschiedliche Weise zeigen, wie dadurch Gemeinschaft entsteht, Teilhabe möglich wird und die Stadt lebenswerter wird, so Kröger.
Bei dem Wettbewerb gingen laut Stadt in diesem Jahr 14 Bewerbungen ein. Eine fünfköpfige Jury wählte daraus fünf Projekte aus. Diese standen anschließend einen Monat lang zur öffentlichen Abstimmung im Netz. Die drei stimmenstärksten Initiativen wurden ausgezeichnet. Der Rostocker Engagementpreis würdigt Projekte von Vereinen, Verbänden und anderen Organisationen aus der Stadt.