Im Fall des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow stehen am Landgericht Rostock für Freitag (9.30 Uhr) die Plädoyers der Verteidigung auf dem Programm.
Anklage fordert lebenslange Haft
Am Donnerstag, dem 33. Prozesstag, hatten die Staatsanwaltschaft sowie die Anwältin von Fabians Mutter als Nebenklägerin plädiert. Sie beantragten eine Verurteilung der 30 Jahre alten Angeklagten wegen Mordes, eine lebenslange Haftstrafe sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Im Falle eines entsprechenden rechtskräftigen Urteils wäre eine vorzeitige Haftentlassung bereits nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen.
Vorwurf: Tat an einem Tümpel
Der Deutschen wird vorgeworfen, Fabian am 10. Oktober 2025 an einem Tümpel bei Klein Upahl, südwestlich von Güstrow, erstochen zu haben. Das Tatmotiv soll demnach mit ihrer Beziehung zu Fabians Vater zusammenhängen. Die Angeklagte streitet die Vorwürfe ab. Ihre Anwälte hatten während des aufwendigen Indizienprozesses wiederholt Zweifel an der Beweisführung zum Ausdruck gebracht.
Letzte Worte vor dem Urteil
Nach früherer Aussage des Verteidigers Andreas Ohm werden er und der zweite Verteidiger, Thomas Löcker, jeweils eigene Plädoyers halten. Danach hätte die Angeklagte die Gelegenheit für letzte Worte vor einem Urteil, dessen Verkündigung für den 10. November erwartet wird.