Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Till Backhaus hat angekündigt, sich weiterhin politisch im Bundesland zu engagieren. „Ich habe meinen Wahlkreis erneut direkt gewonnen. Dafür bin ich den Wählerinnen und Wählern sehr dankbar. Die Menschen haben mich aber nicht gewählt, damit ich mich jetzt zur Ruhe setze“, sagte Backhaus auf dpa-Anfrage. Die Wählerinnen und Wähler wollten zu Recht, dass er sich weiter dafür einsetze, dass das Land vorankomme.
Offene Rollenfrage nach der Wahl
„Ich habe vor, das auch zu tun - in welcher Rolle entscheide aber nicht ich. Vor uns liegen Wochen der Diskussionen und Verhandlungen. Denen werde ich aktuell nicht vorgreifen“, so Backhaus weiter. Damit ließ der SPD-Politiker offen, ob er für ein Ministeramt erneut zur Verfügung steht.
Am Donnerstag hatten mit Simone Oldenburg (Bildung) und Bettina Martin (Wissenschaft) zwei Ministerinnen angekündigt, nicht erneut für ein Ministeramt zur Verfügung zu stehen.
Dienstältester Minister Deutschlands
Backhaus ist ein Urgestein der SPD in Mecklenburg-Vorpommern. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Partei nach der Wende im Nordosten. Der 1959 geborene Backhaus ist seit 1990 Mitglied des Schweriner Landtags und seit 1998 Landwirtschaftsminister von MV. Damit ist er der dienstälteste Minister in Deutschland. Später übernahm er in seinem Ressort auch die Themen Umwelt und Klimaschutz.
Zuletzt war er national und international durch die private Rettungsaktion für den vor Poel gestrandeten Buckelwal „Timmy“ in den Schlagzeilen. Ein Sprecher von Justizministerin Jacqueline Bernhardt (Linke) teilte auf Anfrage mit, dass sie sich nicht zu künftig möglichen Personalfragen äußern werde.