SV Warnemünde will Volleyball in Rostock etablieren
SV Warnemünde will Volleyball in Rostock etablieren

Am Dienstagabend beginnt für den SV Warnemünde die zweite Saison in der Volleyball-Bundesliga. Zum Auftakt empfängt der Club in der Hansemesse in Rostock die Volley Goats Mitteldeutschland und hofft, gleich den ersten Schritt für das angestrebte Ziel zu realisieren.

Sportliches Ziel: Klassenerhalt

„Sportlich wollen wir erneut den Klassenerhalt schaffen, und zwar möglichst früh“, sagte Teammanager Johannes Hofmeister. Er verhehlte allerdings auch nicht: „Die zweite Saison ist oft die schwerere, weil die Konkurrenz uns jetzt kennt.“

Dabei war dem Club das erste Erfolgserlebnis auch in seiner Premierensaison lange verwehrt geblieben. Die ersten zehn Spiele verlor der damalige Neuling, wenn auch nicht immer deutlich. Am 14. Dezember des vergangenen Jahres aber endete diese Negativserie für die Mecklenburger mit dem historischen 3:0-Sieg gegen Karlsruhe.

Kein großer Umbruch im Team

Am Ende sicherte sich das Team, das sechs Siege in 28 Partien verbuchte, mit dem 13. Tabellenplatz sogar aus sportlicher Sicht den Ligaverbleib. Da die Ligakonkurrenten Herrsching und Haching zuvor ihre Fusion zu den WWK Volleys München zur neuen Spielzeit bekanntgegeben hatten, stand fest, dass es ohnehin keinen Absteiger geben würde.

Mit Blick auf die Ergebnisse des ersten Jahres stellte Hofmeister fest: „In der Bundesliga entscheidet Konstanz über eine ganze Saison, einzelne starke Spiele reichen nicht.“ Zudem meinte er: „Auch die Breite im Kader ist entscheidend, gerade bei den vielen langen Auswärtsfahrten in den Süden.“

Einen großen Umbruch gab es im Team von Cheftrainer Maurizio Forte angesichts von nur fünf neuen Spielern jedoch nicht. „Wichtig war uns, einen stabilen Kern aus der Premierensaison zu halten, damit Erfahrung und Teamgefüge erhalten bleiben.“

Professionalisierung und Zuschauerziel

Doch nicht nur die Duelle in der Hansemesse mit 1.500 Plätzen oder in der kleineren Arena Rostock mit 800 Plätzen waren für den Club eine Herausforderung. „Organisatorisch war das erste Jahr ein enormer Kraftakt für ein stark ehrenamtlich getragenes Umfeld“, erzählte Hofmeister. „Wir haben unsere Strukturen deshalb professionalisiert, vom Teammanagement über die Spieltagsorganisation bis zur Buchhaltung.“

Der Etat liegt nach Aussage von Hofmeister „leicht über Vorjahresniveau“. Man glaube aber an die Region Rostock, um ein erstklassiges Umfeld schaffen zu können. „Erfreulich ist, dass langjährige Partner den Weg mit uns weitergehen“, betonte er, räumte aber auch ein: „Die Finanzierung bleibt in Mecklenburg-Vorpommern trotzdem jedes Jahr eine Aufgabe, deshalb setzen wir verstärkt auf mehrjährige Partnerschaften.“

Die Verantwortlichen hoffen, den Zuschauerschnitt von circa 900 Fans pro Heimspiel zu erhöhen. Wobei Hofmeister hier auf die unterschiedlichen Voraussetzungen in den beiden Spielstätten Hansemesse und der Arena Rostock verwies. „Unser Ziel ist, den Schnitt für Hansemesse weiter zu steigern“, sagte er. Dafür setze man auf Event-Spieltage, familienfreundliche Angebote und eine engere Zusammenarbeit mit dem Tourismus in der Region. „Denn viele Urlauber und Tagesgäste kennen Volleyball in Rostock noch gar nicht“, meinte Hofmeister und unterstrich: „Das wollen wir ändern.“