Ladesäulenatlas 2026: So viele Ladepunkte gibt es in der Region
Ladesäulenatlas 2026: Ladepunkte in der Region

Das Netz öffentlicher Lademöglichkeiten für Elektroautos ist in Westmecklenburg im Vergleich zum Vorjahr gewachsen, bleibt aber ausbaufähig. Besonders der Landkreis Ludwigslust-Parchim hinkt hinterher und weist die geringste Dichte an öffentlich zugänglichen Lademöglichkeiten auf. Das zeigt der kürzlich veröffentlichte Ladesäulenatlas des Klimatech-Unternehmens „1komma5°“.

Ludwigslust-Parchim mit geringster Ladedichte

Mit nur rund 7 Ladepunkten je 100 Quadratkilometer schneidet Ludwigslust-Parchim deutlich schlechter ab als die Landeshauptstadt Schwerin mit 167 und der Landkreis Nordwestmecklenburg mit immerhin 13 öffentlich zugänglichen Ladepunkten auf 100 km².

In allen drei Regionen ist die Dichte des Ladenetzes im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Damit liegt Westmecklenburg im bundesweiten Aufwärtstrend. Die Ladeinfrastruktur wächst jedoch ungleichmäßig: Die Zuwachsrate in Schwerin fällt mit 64 Prozent nahezu doppelt so hoch aus wie in Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim.

Bundesweiter Vergleich zeigt Nachholbedarf

Während Metropolen dicht versorgt sind, sieht es in kleinen und ländlichen Regionen weniger gut aus, macht Jannik Schall, Produktchef und Mitgründer von 1komma5°, deutlich. Auf dem Land gebe es oft deutlich weniger öffentliche Ladepunkte.

Im bundesweiten Vergleich rangiert Ludwigslust-Parchim mit rund 7 Ladepunkten pro 100 km² auf Rang 288 von 294. Nordwestmecklenburg wird auf Platz 270 geführt. Spitzenreiter ist der Kreis Mettmann in Nordrhein-Westfalen mit rund 344 Ladepunkten pro km².

Für den Ladesäulenatlas 2026 wurden für jede kreisfreie Stadt und jeden Landkreis aktuelle Daten der Bundesnetzagentur ausgewertet. Demnach sind deutschlandweit 209.136 öffentliche Ladepunkte verfügbar, davon 150.316 Normal- und 58.820 Schnellladepunkte. Für Mecklenburg-Vorpommern insgesamt wurden 13,8 Ladepunkte je 100 km² ermittelt.

Laden zu Hause am günstigsten

„Am günstigsten lädt man zu Hause“, lautet das Fazit der Auswertung. An einer Normalladesäule werden rund 58 Cent pro Kilowattstunde fällig, an Schnellladesäulen im Schnitt 62 Cent. Haushaltsstrom kostet 2026 im Durchschnitt 37 Cent.

Noch geringere Kosten fallen an, wenn der Strom selbst erzeugt wird. „Strom aus einer Photovoltaikanlage kostet nur etwa sechs Cent pro Kilowattstunde“, erklärt Jannik Schall. „Das sind 90 Prozent geringere Kosten als an der Ladesäule. Günstiger und mit weniger Emissionen kann man nicht Auto fahren.“