Spraywand am Jugendclub Base 2.0 in Rehna eingeweiht
Spraywand am Jugendclub Base 2.0 in Rehna eingeweiht

In der Klosterstadt Rehna können Jugendliche künftig an einer neun Quadratmeter großen Spraywand am Jugendclub „Base 2.0“ ihre kreativen Ideen umsetzen. Die Fläche wurde im Rahmen eines Workshops mit dem Schweriner Künstler Tino Bittner eingeweiht.

Wunsch der Jugendlichen erfüllt

Die Idee zur Spraywand stammt von den Jugendlichen selbst. „Es war einer ihrer ersten Wünsche, eine eigene Spraywand nutzen zu können“, sagt Alina Höllein, Jugendsozialarbeiterin der Stadt Rehna und Leiterin des Jugendclubs „Base 2.0“.

Bei der Eröffnung zeigte Tino Bittner den Teilnehmenden in einem Crash-Kurs, wie sie Buchstaben kreativ gestalten und ihnen Dynamik, Eleganz und Einzigartigkeit verleihen können. Zudem vermittelte er Wissen zur Farbenlehre und zur Geschichte der Graffiti-Kunst.

Bereits zweiter Workshop in Rehna

Es war der zweite Workshop, den Tino Bittner mit Jugendlichen in Rehna durchführte. Zuvor hatte er gemeinsam mit ihnen den Eingangsbereich des Jugendklubs gestaltet. Seitdem zieren ein riesiger Namenszug und bunte Motive die Wand. Symbole wie eine Pinselpalette stehen für Kreativität, eine Zitronenscheibe für die Frische der Jugend und zwei Flügel für den Start in die Welt.

„Einige der damaligen Workshop-Teilnehmer machten auch dieses Mal wieder mit. Ich freue mich darüber, dass sie etwas Kreatives machen wollen und sich dabei gegenseitig unterstützen. Nach der Theorie geht es nun darum, ihre Entwürfe praktisch umzusetzen“, sagte Tino Bittner.

Regeln für die Spraywand

Die Ergebnisse des Workshops sind auf der Rückseite des Jugendclubs zu sehen. Wer ebenfalls kreativ werden möchte, kann sich im Jugendclub melden und Spraydosen ausleihen. Verbotene Symbole, Beleidigungen und Drohungen dürfen nicht auf die Graffitiwand gesprüht werden.

„Ich freue mich darauf, dass es an dieser Stelle schön bunt wird, sich die Jugendlichen ausdrücken können und sich gegenseitig absprechen, was auf der Spraywand bleiben soll oder irgendwann übersprüht werden kann“, meint Alina Höllein. Nach ihren Angaben soll es eine grundsätzlich freie Spraywand sein, sodass Jugendliche auch am Wochenende sich hier ausprobieren können.

Auch Bürgermeister Martin Reininghaus zeigt sich gespannt: „Ich finde es wichtig, dass Jugendliche einen Ort haben, an dem sie sich frei ausdrücken können.“