Nordmanntannen erholen sich von Hitzesommer – Landwirt pflanzt Setzlinge
Nordmanntannen erholen sich von Hitzesommer

Auf der Weihnachtsbaumplantage von Stefan Lorenz in Ruest sind die Spuren des heißen Sommers 2026 sichtbar. Die Temperaturen von zeitweise mehr als 40 Grad Celsius haben den jungen Nordmanntannen zugesetzt, darunter auch dem SVZ-Bäumchen „Tannelore“. Der Landwirt hat jedoch bereits reagiert und Mitte September rund 400 neue Setzlinge gepflanzt.

Hitzesommer hinterlässt Spuren

Die Bäumchen, die im Frühjahr 2024 eingepflanzt wurden, sind in diesem Jahr eher in die Breite als in die Höhe gewachsen. „Die Temperaturen von teilweise 40 Grad Celsius diesen Sommer taten den Bäumen natürlich überhaupt nicht gut“, erklärt Stefan Lorenz. Einen Grund zur Sorge sieht er aber nicht – solche Wachstumsverzögerungen kämen vor.

Die Plantage liegt zwischen Hohen Pritz und Ruest, wo an trüben Oktobertagen die Windräder in den grauen Wolken verschwinden. Auch im Herbst müssen die künftigen Weihnachtsbäume gepflegt werden, damit sie im Winter ihren Weg in die Wohnzimmer finden.

Klee als natürlicher Stickstofflieferant

Zwischen den rund 400 neu gepflanzten Nordmanntannen wächst vor allem Klee – und das ist gewollt. Die Pflanze nimmt Stickstoff aus der Luft auf und gibt ihn im Boden wieder frei, sodass die Wurzeln der Bäume ihn aufnehmen können. Der Stickstoff ist wichtig für die Nadelbildung und fördert das Austreiben der Tannen. Zusätzlich wird hier und da mit Dünger nachgeholfen.

Die Pflege der Plantage erfordert das ganze Jahr über Arbeit. Ein Mähroboter soll künftig helfen, denn das Mähen des kompletten Geländes mit dem Rasentraktor dauert knapp einen Tag. Ob die Anschaffung sinnvoll ist, will Lorenz jedoch noch überlegen.

In knapp zwei Monaten ist es wieder so weit: Dann öffnet die Weihnachtsbaumplantage in Ruest ihren Betrieb für die Kundschaft.