Im Karls-Erlebnisdorf: Gute Vorsätze schmelzen an der Hundekeks-Theke
Karls-Erlebnisdorf: Gute Vorsätze schmelzen an der Hundekeks-Theke

Der Plan war klar: Ein Besuch im Karls-Erlebnisdorf und kein Cent im Shop ausgegeben – wir waren fest entschlossen! Mit erhobenem Haupt marschierten wir vorbei an verlockenden Shirts, nostalgischem Holzspielzeug und jeder Menge Nippes, der uns normalerweise ein entzücktes Quieken entlockt hätte. Auch die durch die Luft ziehenden Aromen von Erdbeermarmelade und das verheißungsvolle Klacken von frisch zubereiteten Bonbons in der Schüssel ließen uns kalt. Wer einmal den Weg durch solch ein Schlaraffenland der kleinen Versuchungen beschritten hat, weiß, dass dies einem militärischen Kraftakt gleicht.

Die Entdeckung der Tochter

Doch mein Herz wurde schwach. Schuld war meine Tochter, die Erdbeer-Hundekekse, liebevoll geformt wie kleine Hundepfoten, in einer Ecke mit Angeboten für Vierbeiner fand. Zwischen bestickten Hundeknochen, Näpfen, Tassen mit Hunde- und Katzenmotiven sowie Leinen fand sie sogar eine niedliche Teepostkarte mit „Wuffigen Grüßen vom Karls Erlebnishof“ – kurz: Sie betrat das Paradies für Vierbeiner.

Alle Einwände verblassen

Alle meine Einwände verblassten natürlich im Strudel der Begeisterung: Otto bekommt seine Leckerlis sonst viel eher von frischem Obst oder einem gekochten Ei – doch Dinkelmehl und Erdbeeren sollten es nun sein. Selbst die Erwähnung der Kosten verhallte ungehört in ihrem Ohr. Für den Hund nur das Allerbeste.

Am Ende fanden wir uns an der Kasse wieder, natürlich mit der Kekstüte in der Hand. Ohne ein weiteres Regalplündern verließen wir den Laden, vielleicht nicht vollkommen unversehrt, doch um eine Erfahrung und ein augenzwinkerndes Kapitel in der Geschichte unserer Familienausflüge reicher. So ist das eben, wenn gute Vorsätze und der unwiderstehliche Charme des Erlebnisdorfs aufeinandertreffen.

Ps: Die Tüte liegt noch immer gut gefüllt auf dem Tisch. Die Leckerlis schmecken ihm, aber wir vergessen ständig, ihm welche zu geben.