Stehende Ovationen: Doppelpremiere des Theater Vorpommern begeistert
Doppelpremiere des Theater Vorpommern begeistert

Mit einer Doppelpremiere hat das Theater Vorpommern das Publikum im ausverkauften Kaisersaal der Stadthalle Greifswald begeistert. Gezeigt wurden die beiden Ballettwerke „Eismeer“ und „Gershwin Bits“. Die Zuschauer honorierten die Darbietungen mit stehenden Ovationen.

„Eismeer“: Eine Reise durch Leben und Werk Caspar David Friedrichs

Der stellvertretende Ballettmeister Adonai Luna hat für seine Choreografie „Eismeer“ das Publikum in die Tiefen des Meeres entführt. Fünf bewegbare Eisblöcke bildeten das schlichte Bühnenbild. Die Musik von Richter, Scholl und Jóhannsson begleitete das Ensemble, das mit einer Vielfalt an Elementen immer wieder neue Bilder konstruierte – ganz im Sinne Friedrichs.

Im Mittelpunkt des Tanzes standen Caspar David Friedrich (Mattia Massa), sein Bruder Johann Christoffer Friedrich (Carlos Tostado Serván) und Ehefrau Christiane Caroline Friedrich (Elena Alessandrini). Der Tanz im „Eismeer“ wurde so zu einem kraftvollen Tanz der Bilder, der Themen wie Einsamkeit, Tod, Jenseitsvorstellungen und Erlösungshoffnungen mit einer Mischung aus klassischen und modernen Ballett- und Tanzelementen zu einem ästhetischen Gesamtkunstwerk verschmelzen ließ.

Das Publikum reagierte mit stehenden Ovationen. Der Beifall fand kein Ende und ließ das Ballett Vorpommern nicht von der Fläche.

„Gershwin Bits“: Tanz der Kontraste zwischen Tradition und Moderne

Der zweite Teil des Abends begann mit einem Tänzer im blauen Trainingsanzug mit Kopfhörern, der Dehnungsübungen machte. Auf der Tanzfläche standen zwei Ballettstangen, im Hintergrund eine Leinwand. Als das Licht ausging, band eine Balletttänzerin ihre Spitzenschuhe – ein Tanz der Kontraste zwischen Tradition und Moderne begann.

In „Gershwin Bits“ traf klassischer Spitzentanz auf modernen Tanz. Zu bekannten Gershwin-Klängen wie „Rhapsody in Blue“ verbanden die Tänzer die unterschiedlichen Choreografien, die Ballettdirektor Ralf Dörnen in einer Neufassung mit anderen Kurzchoreografien kombiniert hat, in Perfektion.

Dörnen nutzte eigene Dynamik und besondere Rhythmik, um die unterschiedlichen Gefühle der Schaffenskraft des Komponisten im Tanz darzustellen. Getanzte Traurigkeit, Sehnsucht, Einsamkeit, Abschied, aber auch Lebenslust und Hoffnung machten „Gershwin Bits“ zu einem tänzerischen Feuerwerk in bunten Farben.

Weitere Aufführungen

Weitere Aufführungen sind am Samstag, 24. Oktober, 19.30 Uhr in Greifswald (Stadthalle/Kaisersaal), die Premiere in Stralsund im Großen Haus am 30. Oktober, 19.30 Uhr, sowie am Freitag, 6. November, 19.30 Uhr und Sonntag, 8. November, 16 Uhr in Greifswald (Stadthalle/Kaisersaal) geplant.