10 Millionen Euro für Kreisstraßen: Was wurde aus der Sanierungswelle?
10 Mio. Euro für Kreisstraßen: Sanierungswelle im Überblick

Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat im Jahr 2026 knapp zehn Millionen Euro in die Sanierung seiner Kreisstraßen investiert. Grund waren zwei Programme: die bereits geplanten Straßenbauvorhaben sowie die Beseitigung von Schäden durch den besonders kalten Winter 2025/26. Einige Straßen sind bereits fertiggestellt, andere sollen im Laufe des Herbstes folgen. Auf weiteren Abschnitten müssen sich Autofahrer noch monatelang auf Bauarbeiten und Staus einstellen.

Eisiger Winter als Auslöser

Der strenge Winter 2025/26 mit wochenlangem Schnee und dicken Eisschichten hatte vielerorts die Fahrbahnen aufplatzen lassen. Im Juni beschloss der Kreistag deshalb, zusätzlich zu den geplanten Bauvorhaben auch die Eisschäden zu beseitigen. Dafür wurden fünf Millionen Euro extra freigegeben. Insgesamt kamen so sieben große Bauabschnitte auf einen Schlag hinzu.

Bei der Sanierungswelle setzt der Landkreis nicht auf das klassische Flicken von Schlaglöchern, sondern erneuert die komplette Fahrbahndecke. Auf den alten Unterbau wird eine dünne Tragschicht und darauf eine neue Deckschicht aufgetragen. Dieses Verfahren wird bereits seit dem vergangenen Jahr im Landkreis angewendet.

Fertige Abschnitte und laufende Baustellen

Von den Abschnitten mit Winterschäden sind nach Angaben des Landkreises bereits einige fertig. So flossen 580.000 Euro in die Sanierung der VG 13 zwischen Groß Kiesow und Klein Kiesow auf 2,3 Kilometern Länge. Auf der VG 20 zwischen Hanshagen und Rappenhagen wurden für etwa 500.000 Euro drei Kilometer Straße saniert. Auf der VG 21 zwischen Neuendorf und Loissin waren es 2,4 Kilometer für etwa 420.000 Euro.

Noch im Bau befinden sich die VG 50 im 2,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen Neu Kosenow und Rosenhagen sowie die VG 101 auf etwa 3,5 Kilometern zwischen Bentzin und Alt Plestlin. Die Kosten werden auf 365.000 und 520.000 Euro geschätzt.

Weitere Projekte und Ausblick

Bei den bereits für 2026 geplanten Projekten gab es ebenfalls Fortschritte. Die Ortsdurchfahrt in Gristow auf der VG 1 wurde für etwa 900.000 Euro fertiggestellt. Auf der VG 8 zwischen dem Ortsausgang Sassen und Klein Zetelvitz wurde auf zwei Kilometern die Asphaltdecke für etwa 500.000 Euro neu aufgetragen.

Aktuell wird auf der VG 18 zwischen der B 109 und Pamitz, auf der VG 30 zwischen Waschow und Lassan, auf der VG 35 zwischen Suckow und Morgenitz, auf der VG 56 in der Ortsdurchfahrt Zinzow und auf der VG 106 zwischen Neu Buchholz und Brook gebaut. Die Kosten für die noch offenen Projekte belaufen sich laut Landkreis auf etwa 4,3 Millionen Euro.

Die Sanierung ist damit noch lange nicht abgeschlossen. Die Bauzeit der VG 56 wird bis mindestens Mitte 2027 geschätzt. Auf dem vergangenen Kreistag wurde ein neues Infrastrukturprojekt beschlossen, das mittelfristig weitere Mittel in die Straßensanierung bringen soll.