Das Landgericht Neubrandenburg hat einen 25-jährigen Mann aus Russland wegen eines Raubüberfalls auf ein Wettbüro zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt. Der Mann hatte die Tat, die sich Anfang April 2026 in der Oststadt von Neubrandenburg ereignete, im Prozess gestanden.
Motiv: Angst vor Abschiebung
Als Motiv gab der Angeklagte an, er wolle nicht nach Russland abgeschoben werden. Er befürchte, dass er gegen seinen Willen in den Krieg gegen die Ukraine geschickt werden würde. Das Gericht wertete die Angst vor der Abschiebung als Hauptmotiv für den schweren Raub.
Tatablauf und Festnahme
Der Mann hatte das Wettbüro nachts gegen 23 Uhr maskiert und mit einem Messer bewaffnet betreten und den Angestellten bedroht. Dabei erbeutete er mehr als 5.800 Euro Bargeld. Der Angestellte erkannte jedoch die Stimme des Räubers. Die Polizei konnte den Täter bereits eine Stunde später in dessen Wohnung festnehmen. Auch das Messer und die Beute wurden gefunden.
Urteil noch nicht rechtskräftig
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von fünf Jahren und neun Monaten gefordert.