SV Ducherow: Zweite Absage, Rückzug droht
SV Ducherow: Zweite Absage, Rückzug droht

Die Personalsorgen beim Kreisoberligisten SV Ducherow spitzen sich weiter zu. Zum zweiten Mal in der Saison 2026/27 musste der Verein eine Partie absagen. Das Heimspiel von Aufsteiger VSV Lassan gegen Ducherow fiel aus, weil die Gäste keine spielfähige Mannschaft aufbieten konnten.

Personalmisere beim Tabellenschlusslicht

Die Situation beim Tabellenschlusslicht wird damit immer schwieriger. „Personell sieht es bei uns unglaublich schlecht aus. Neben den Spielern, die auch an den Wochenenden im Schichtdienst arbeiten müssen, haben wir inzwischen zahlreiche Langzeitverletzte. Seit Wochen versuchen wir, das irgendwie aufzufangen, aber es wird immer schwieriger“, erklärte SVD-Kapitän Philipp Reimann.

Nach der bereits ausgefallenen Begegnung gegen Motor Eggesin musste sein Verein nun zum zweiten Mal eine Partie absagen. Ob die Ducherower die laufende Spielzeit regulär zu Ende bringen können, ist fraglich. „Für das nächste Spiel gegen Lubmin haben wir schon elf Absagen. Wir können nur hoffen, dass wir überhaupt eine spielfähige Mannschaft zusammenbekommen“, so Reimann.

Vorzeitiger Rückzug möglich

Im schlimmsten Fall droht der vorzeitige Rückzug aus dem Spielbetrieb. „Wenn es gar nicht anders geht, müssen wir die Saison möglicherweise vorzeitig beenden. Ich hoffe natürlich, dass sich die Situation noch zum Guten wendet. Aber momentan sieht es nicht danach aus, dass sich unsere Personalprobleme in den nächsten Wochen entspannen.“

VFC Anklam II feiert Heimsieg

Während in Ducherow die Sorgen wachsen, herrscht bei der zweiten Mannschaft des VFC sportlich beste Stimmung. Am 8. Spieltag feierten die Fußballer von Trainer Danny Naß mit einem deutlichen 7:0 (3:0) gegen die SG Ahlbeck/Ückeritz den dritten Sieg im dritten Heimspiel. Durch den insgesamt vierten Saisonerfolg verbesserten sich die Peenestädter auf Tabellenplatz sechs.

„Das war ein sehr gutes Spiel von uns, mit viel Spielfreude und Bewegung. Der Sieg war auch in dieser Höhe hochverdient“, lobte Naß. Nach der Niederlage bei Puls Greifswald hatte sich die VFC-„Zweite“ einiges vorgenommen. „Wir wollten wieder unsere Stärken auf eigenem Platz ausspielen. Dabei waren wir auf einen spielerisch guten Gegner eingestellt, der besonders über die Außenbahnen gefährlich werden kann“, erklärte der Anklamer Coach.

Bereits in der neunten Minute brachte Michael Jeske die Gastgeber nach Vorarbeit von Machkour Adamou mit 1:0 in Führung. Im direkten Gegenzug hatten die Anklamer Glück, dass die Gäste eine Großchance zum Ausgleich ungenutzt ließen. VFC-II-Torhüter Nico Steffenhagen musste mehrfach sein Können unter Beweis stellen. Adamou sorgte in der 20. Minute mit dem 2:0 für mehr Sicherheit, ehe er in der 39. Minute auf 3:0 erhöhte.

Nach dem Seitenwechsel blieben die Gastgeber spielbestimmend. Mit dem 4:0 durch Max Wachalski in der 58. Minute war die Partie entschieden. Philipp Sorgatz (69.) schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe, bevor die Brüder David (85.) und Sebastian Schulz (90.) mit ihren Treffern den 7:0-Endstand perfekt machten. Trotz des deutlichen Ergebnisses blieb Naß sachlich: „Wir wissen das Ergebnis richtig einzuschätzen. Für unser Torverhältnis war dieser Sieg natürlich wichtig. Auch defensiv haben wir eine gute Leistung gezeigt. So kann es gerne weitergehen.“