Mähdrescher-Unfall: Chirurg erzählt von dramatischer Amputation auf dem Feld
Mähdrescher-Unfall: Chirurg erzählt von Rettung

Ein dramatischer Arbeitsunfall in Mecklenburg-Vorpommern liegt drei Jahre zurück: Ein 25-jähriger Landarbeiter geriet bei der Ernte im Landkreis Rostock in einen Mähdrescher. Um sein Leben zu retten, amputierte ein Ärzteteam ihm noch auf dem Feld beide Beine. Jetzt hat der Rostocker Unfallchirurg Prof. Dr. Clemens Schafmayer den Einsatz erstmals ausführlich im Podcast „M wie Marlene“ geschildert.

Rettung unter extremen Bedingungen

Wie Schafmayer berichtet, habe der Notarzt damals klargemacht: „Also auch der Notarzt hat ganz klar gesagt, wenn ihr da jetzt nicht rausholt, dann stirbt er.“ Die Notoperation dauerte Stunden, im Krankenhaus folgten weitere Operationen. Ob der junge Mann überhaupt überlebt und ohne Hirnschäden davonkommt, wusste zunächst niemand.

Die Antwort kam auf der Intensivstation

Die Gewissheit gab es erst, als der Mann auf der Intensivstation aufwachte. Schafmayer erzählt im Podcast, wie er an ihn herantrat und in seine Augen blickte. Die gesamte Rettungsaktion sei auch wegen der Materialien sehr schwierig gewesen, so der Chirurg.