Im Windpark südwestlich von Friedland sind zwei neue Windkraftanlagen des Typs Nordex N163 offiziell eingeweiht worden. Die Anlagen sind 164 Meter hoch und erzeugen gemeinsam 27 Millionen kWh Energie pro Jahr.
Jahrzehntelanger Betrieb geplant
„Diese Anlagen sollen jahrzehntelang betrieben werden“, kündigte Robert Vogt, Regionalleiter beim zuständigen Energieunternehmen Enertrag für Mecklenburg-Vorpommern, an. Der Plan sehe vor, dass die neuen Windräder mindestens 25 bis 30 Jahre laufen, sagte er dem Nordkurier.
Der Bau sei ein langer Prozess gewesen. Schon 2021 wurde das Genehmigungsverfahren gestartet, der Baubeginn war im vergangenen Jahr, in diesem Sommer wurden die beiden neuen Anlagen in Betrieb genommen. „Hier in Mecklenburg-Vorpommern dauern manche Sachen ein bisschen länger“, fasst Robert Vogt zusammen.
Stadt profitiert finanziell
Den Bau ließ sich das Unternehmen einiges kosten: Ein Windrad-Bau koste rund 10 bis 15 Millionen Euro. Durch den Verkauf des gewonnenen Stroms sollen die Anlagen in den kommenden Jahren abbezahlt werden.
Bei Friedlands Bürgermeister Frank Nieswandt (Die Linke) ist die Freude über die Inbetriebnahme ebenfalls groß – auch, weil Enertrag ein „guter Gewerbesteuerzahler“ für die Stadt sei. Gleichzeitig profitiere die Stadt auf andere Art, da sie durch die beiden neuen Windräder insgesamt mehr als 40.000 Euro jährlich über eine finanzielle Beteiligung für den städtischen Haushalt erhält.
Kooperation mit dem TSV Friedland
Mit dem TSV Friedland hat das Unternehmen zudem einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, „um die vorbildliche Arbeit, die der Verein hier für die Stadt und für die Region macht, mit zu unterstützen“, sagte Robert Vogt. Frank Nieswandt lobte, dass Enertrag ein „großer Freund der Friedländer Vereine“ sei.
Weitere Windräder sind geplant
Auch ein neues Umspannwerk im Norden der Stadt wurde gebaut. Laut Robert Vogt habe die Feuerwehr schon eine Einweisung erhalten, um bei Bränden zum Windrad oder zum Umspannwerk fahren zu können.
In dem Windpark im Südwesten Friedlands sind in den vergangenen Jahren einige Windräder entstanden. Pläne für drei weitere Anlagen gibt es schon. Diese sind laut Enertrag-Regionalleiter schon genehmigt. Aktuell würden die letzten Abstimmungen laufen, danach sollen voraussichtlich im November die Ausschreibungen starten. Bis auch die drei neuen Anlagen laufen, wird es jedoch noch dauern. „Die gehen vermutlich erst 2028/2029 in Betrieb“, sagte Robert Vogt mit Blick auf den derzeitigen Zeitplan.