Kein Geld für Kastration: Katzenzucht läuft aus dem Ruder – 29 Tiere in Obhut
Katzenzucht entgleist: 29 Tiere in Obhut, Welle der Hilfe

Die Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten für knapp 30 Katzen aus einem Privathaushalt in Schwerin hat eine Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst. Die Veröffentlichung des Falls habe dazu geführt, dass sich eine sehr große Zahl an Interessierten beim Veterinäramt gemeldet hat – etwa 170 E-Mails zuzüglich diverser Telefonanrufe, teilte der zuständige Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung beim Landkreis Ludwigslust-Parchim auf Anfrage mit.

Hobbyzucht mangels Geld für Kastration entgleist

Es seien bereits Termine zur Besichtigung der Katzen abgesprochen worden, hieß es weiter. Dabei solle auch ein Eindruck darüber entstehen, unter welchen Haltungsbedingungen die Tiere künftig bei den Interessenten gehalten werden, insbesondere im Hinblick auf die tierschutzrechtlichen Anforderungen.

Aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung hatte das Veterinäramt Kontrollen der Tierhaltung in dem Privathaushalt durchgeführt. Es habe sich um eine Hobbyzucht gehandelt, die aufgrund fehlender finanzieller Mittel für Kastrationen „entgleist“ sei, teilte ein Sprecher mit.

29 Tiere in Obhut von Tierheimen

Insgesamt nahmen die Behörden 29 Katzen aus dem Haushalt und gaben sie in die Obhut von Tierheimen. Bei den Tieren handelt es sich den Angaben nach um Mischlinge verschiedener Rassekatzen. Die Tiere sind zwischen fünf Monaten und vier Jahren alt.

Wer einer der Katzen ein neues Zuhause geben möchte, kann sich an den Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung wenden, der unter Telefon 03871 722 3901 oder per E-Mail an [email protected] erreichbar ist.